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Medizinische Prävention

S3-Leitlinie 'Prävention von Hautkrebs'

Erstmals ist eine Leitlinie zur Prävention von Hautkrebs erschienen, die Ärzte bei der Patientenaufklärung unterstützen soll. Diese setzt sich auf höchstem wissenschaftlichen Niveau sowohl mit der Ursachenvermeidung als auch mit der Früherkennung auseinander. Ziel ist es, Ärzten und anderen Berufsgruppen, die sich mit der Prävention von Hautkrebs befassen, wissenschaftlich begründete, praktikable Präventionsempfehlungen an die Hand zu geben, die zu einer Verbesserung der Gesundheit und der Lebensqualität beitragen.

Die Leitlinie Hautkrebsprävention ist eine sogenannte S3-Leitlinie. Sie entspricht den höchsten, international einheitlich definierten Ansprüchen an eine Leitlinie. Erstmals wurden hierbei die Methoden, mit denen sonst der aktuelle Wissensstand hinsichtlich Diagnostik und Therapie einer Erkrankung bewertet wird, auf die Krebsprävention übertragen. Dort, wo die Studienlage keine eindeutige Bewertung zuließ, enthält die Leitlinie Empfehlungen auf der Basis eines Expertengremiums aus Fachärzten und Patientenvertretern.

Die Leitlinie gliedert sich in die Punkte primäre Prävention, sekundäre Prävention (Hautkrebs-Früherkennung, Screeningtest/Verdachtsdiagnostik, Bestätigungsdiagnostik, Arzt-Patienten-Kommunikation, Implementierung und Qualitätssicherung Hautkrebs-Screenings), Informieren der Bevölkerung/Öffentlichkeit und Qualitätsindikatoren.

Folgende Dokumente stehen zum Download bereit:

Langversion der Leitlinie

Kurzversion der Leitlinie

Leitlinienreport

Evidenztabellen

Die Deutsche Krebshilfe hat die Erstellung der Leitlinie im Rahmen ihres Leitlinienprogrammes Onkologie mit 355.000 Euro gefördert. Eine Bürgerinformation auf der Grundlage der S3-Leitlinie ‚Hautkrebsprävention‘ ist ebenfalls in Vorbereitung.

Alle Dokumente finden Sie auch unter http://leitlinienprogramm-onkologie.de/Leitlinien.7.0.html und auf der Seite der AWMF (http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/032-052OL.html).

 

Prävention zielt ab auf die Veränderung sowohl des individuellen Verhaltens (z. B. Meiden der Mittagssonne) als auch der gesellschaftlichen Verhältnisse (z. B. das Anbringen von Sonnensegeln über Sandkästen auf öffentlichen Spielplätzen). Präventive medizinische Maßnahmen haben zum Ziel, einer Erkrankung vorzubeugen, sie frühzeitig zu erkennen (bevor sie Symptome zeigt) oder, sollte sie bereits Symptome zeigen, ihren Schweregrad zu mindern.

Abhängig davon, zu welchem Zeitpunkt im Verlauf der Krankheitsentstehung präventive Maßnahmen ansetzen, unterscheidet man zwischen

 

Primäre Krebsprävention:

Sie setzt an, bevor die Krebserkrankung entsteht. Gesunde werden über die Vermeidung von krebsauslösenden Faktoren aufgeklärt. Personen, die ein erhöhtes Erkrankungsrisiko tragen, werden identifiziert (Risikopersonen).

Ziel der primären Krebsprävention ist die Senkung der Inzidenz von Krankheiten. Zur Hautkrebsprävention gehört die Beratung über die Risiken durch UV-Strahlung und über Maßnahmen, wie die Risiken gemindert werden können, z. B. durch Meiden von Sonne oder Eincremen mit einen Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor.

Sekundäre Krebsprävention:

Sie greift dann, wenn eine Erkrankung bereits im Frühstadium durch einen Arzt erkennbar ist, die Betroffenen sich jedoch (noch) nicht krank fühlen. Ziel ist die Entdeckung eines (evtl. symptomlosen) Frühstadiums einer Krankheit und auf eine Therapie, die früh einsetzt.

Gesundheitspolitisch soll so die Inzidenz manifester bzw. fortgeschrittener Erkrankungen gesenkt werden. Zur sekundären Hautkrebsprävention gehört die visuelle standardisierte Ganzkörperuntersuchung und ggf. die Feststellung eines klinischen Verdachts auf Hautkrebs.

Tertiäre Krebsprävention:

Sie soll Krankheitsfolgen begrenzen und Rückfälle verhindern, wenn eine Erkrankung bereits Symptome zeigt. Ziel ist also, die Verschlimmerung einer Krankheit zu vermeiden oder hinauszuzögern. Tertiäre Hautkrebsprävention beinhaltet die Entfernung von Hauttumoren und turnusmäßige Nachuntersuchungen, um Rezidive oder Zweittumoren früh zu erkennen. Die Therapie soll auch alle Formen der Chemo-/Immuntherapie und Palliativmedizin inklusive der Sterbebegleitung berücksichtigen.

 

 

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