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Glossar

Auf dieser Seite finden Sie Erklärungen für Fachbegriffe. Sie können sich alle Begriffe anzeigen lassen oder einen Anfangsbuchstaben wählen.

Adjuvante Therapie

Chemo- oder Strahlentherapie, die nach einem operativen Eingriff zur Entfernung des Tumors durchgeführt wird.

Aktinische Keratose

Durch chronische Lichtschädigung verursachte („aktinisch“) Veränderung der verhornten Oberhaut, die bösartig entarten und zu Hautkrebs führen kann. Sie tritt vor allem bei Menschen in der zweiten Lebenshälfte an Stellen auf, die besonders häufig dem Sonnenlicht ungeschützt ausgesetzt sind: Gesicht, Handrücken, Stirn, Glatze, Nase, Ohr.

akut

plötzlich auftretend, von heftigem und kurz andauernden Verlauf (im Gegensatz zu chronisch)

Anamnese

systematische Befragung des Arztes zur Krankheitsgeschichte

Basalzellkarzinom

eine Form von Hautkrebs, die langsam wächst und keine Metastasen bildet; "Weißer Hautkrebs", Synonyme: Basaliom, Basalzellkrebs

Chemotherapie

Behandlung von Infektions- oder Krebserkrankungen mit Medikamenten, welche die Krankheitserreger oder die Krebszellen abtöten; in der Regel bezeichnet der Begriff die Behandlung von Krebserkrankungen mit Zytostatika. Je nach Ziel, das mit der Chemotherapie erreicht werden soll, unterscheidet man kurative, palliative, adjuvante und neoadjuvante Chemotherapien.

chronisch

langsam verlaufend, sich langsam entwickelnd (im Gegensatz zu akut)

Corium

Lederhaut; gelagert zwischen Ober- und Unterhaut

Dermatoskop

beleuchtetes Mikroskop zur Untersuchung der Haut (Auflichtmikroskop)

Dermatoskopie

nichtinvasives und einfaches Untersuchungsverfahren der Dermatologie, das insbesondere zur Früherkennung von bösartigen Tumoren der Haut (Melanomen) eingesetzt wird. Hierbei wird die Haut mit einem Mikroskop bis in tiefere Schichten betrachtet.

Diagnostik

Sammelbegriff für alle Untersuchungen, die zur Feststellung einer Krankheit und deren Benennung führen soll.

DNS

Abkürzung für Desoxyribonukleinsäure; die DNS ist bei den meisten Lebewesen Träger der Erbinformation und liegt meist als Doppelstrang vor. Sie ist vorwiegend im Zellkern vorhanden.

EKG

Elektrokardiogramm - Aufzeichnung der Herzfrequenz

Epidermis

Oberhaut; darunter liegen die Leder- und Unterhaut

Erythem

entzündliche Rötung der Haut

Exzisionsbiopsie

Entnahme einer Gewebeprobe, die das gesamte verdächtige Gebiet umfasst, mittels einer Schneidevorrichtung zur mikroskopischen Untersuchung

Hauttyp

Nach Fitzpatrick gibt es sechs Hauttypen: Hauttyp 1: Helle Haut, blonde oder rote Haare und blaue oder grüne Augen. Bekommt immer einen Sonnenbrand und wird auch nach wiederholter Bestrahlung kaum braun. Hauttyp2: Helle Haut, blonde Haare, blaue oder grüne Augen. Bekommt fast immer einen Sonnenbrand und bräunt nur schwach. Hauttyp 3: Dunkle Haare und braune Augen, neigt mäßig zu Sonnenbrand und weist nach wiederholter Bestrahlung eine fortschreitende Bräunung auf. Hauttyp 4: Von Natur aus dunkle Haut, schwarze oder dunkle Haare und braune Augen. Bräunt schnell und ohne Probleme, selten Sonnenbrand. Hauttyp 5: Dunkle, wenig empfindliche Haut, dunkle Augen, schwarzes Haar, bekommt ungeschützt nach ca. 60 Minuten einen Sonnenbrand. Hauttyp 6: Schwarze, wenig empfindliche Haut, schwarze Augen, schwarzes Haar, bekommt ungeschützt innerhalb von ca. 90 Minuten einen Sonnenbrand.

Heller Hautkrebs

spinozelluläres Karzinom und Basalzellkrebs

Histopathologie

Verfahren der mikroskopischen Krankheitsdiagnostik an gefärbten Gewebeschnitten; wird vor allem zur sicheren Erkennung von Tumoren angewendet.

Kältechirurgie

Zerstörung von Gewebe wie zum Beispiel Tumorgewebe durch Kälte; dabei wird die betreffenede Stelle über wenige Sekunden beispielsweise mit flüssigem Stickstoff behandelt.

Karzinom

bösartiger Tumor aus epithelialem Gewebe (Deckgewebe)

Kurative Medizin

Die kurative Medizin wendet Methoden an, die Krankheitszustände beenden oder deren Fortschreiten verhindern sollen. Nicht immer ist eine Heilung im Sinne der vollständigen Wiederherstellung möglich.

Lichtschutzfaktor (LSF)

Faktor, um den sich nach Anwendung eines Lichtschutzfaktors die Zeit bis zum Auftreten einer Hautrötung verlängert; bei Anwendung eines Lichtschutzfilters mit Lichtschutzfaktor 10 kann man sich maximal zehnmal länger UV-Strahlen aussetzen, bis sich die Haut rötet, als ohne Lichtschutzfaktor. Diese verlängerte Schutzzeit sollte jedoch niemals ganz ausgenutzt werden.

Lokalisation

Wachstumsort; der genaue Sitz des Tumors

Lymphknoten

Die Lymphknoten sind an zahlreichen Stellen des Körpers (Lymphknotenstationen) Filter für das Gewebewasser (Lymphe) einer Körperregion. Die oft verwendete Bezeichnung Lymphdrüsen ist nicht korrekt, da die Lymphknoten keinerlei Drüsenfunktion besitzen. Die Lymphknoten sind ein wichtiger Teil des Immunsystems.

Lymphozyten

kleine, weiße Blutkörperchen; Blutzellen, die die Abwehr von Krankheiten und Fremdstoffen zur Aufgabe haben

maligne

bösartig

Malignes Melanom

Synonym: schwarzer Hautkrebs aus Pigmentzellen (maligne = bösartige, Melanom = schwarzer Tumor)

Melanozyten

Hautzellen, in denen das Pigment (Melanin) gebildet wird

Metastase

Krankheitsherd, der durch die Verschleppung von krankeitserregendem Material (Tumorzellen, Bakterien) aus einem ursprünglichen Krankheitsherd entsteht. Im engeren Sinne ist damit die Metastase eines bösartigen Tumors gemeint (Fernmetastase: Metastase, die fern des ursprünglichen Tumors wächst). Eine Metastasierung kann über den Blutweg (hämatogen) oder mit dem Lymphstrom (lymphogen) erfolgen.

metastasieren

Ausstreuen von Krebszellen

Neoadjuvante Therapie

Chemo- oder Strahlentherapie, die zur Schädigung des Tumors bzw. der Reduktion der Tumormasse vor einem geplanten operativen Eingriff dient. Sie wird häufig durchgeführt, wenn ein Tumor primär nicht operabel ist.

Palliative Therapie

Die palliative Therapie bezeichnet man eine von vorneherein nicht auf eine Heilung einer bestehenden Grunderkrankung abzielende Behandlung. Sie ist eine lindernde und keine heilende Form der Therapie.

Photodynamische Therapie (PDT)

betroffene Hautstellen werden mit einem Wirkstoff behandelt und anschließend mit sehr langwelligem Licht bestrahlt.

physisch

körperlich

Pigmentation

Einlagerung von Körperfarbstoffen in die Zellen der Haut.

Pigmentmal

Leberfleck, Muttermal

Präkanzerose

Gewebeveränderung, die zu bösartiger Entartung neigt beziehungsweise als Vorstadium eines Krebses aufzufassen ist. Eine Präkanzerose kann angeboren oder erworben sein (zum Beispiel aktinische Keratose). Nach der statistischen Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer Krebserkrankung werden sie in fakultative Präkanzerosen (unter 30%) und obligate Präkanzerosen (über 30%) eingeteilt.

Prävention

Vorbeugung, Verhütung. In der medizinischen Prävention unterscheidet man zwischen primärer Prävention (Vorbeugung), sekundärerer Prävention (Früherkennung) und tertiärer Prävention (Linderung).

Prognose

Vorhersage einer zukünftigen Entwicklung (zum Beispiel eines Krankheitsverlaufes) aufgrund klinischer Beurteilung des gegenwärtigen Zustands.

psychisch

seelisch

Rezidiv

"Rückfall" einer Krankheit, im engeren Sinne ihr Wiederauftreten nach einer erscheinungsfreien Periode.

Sarkom

bösartiger Tumor aus Bindegewebe, Knochen, Knorpel, Muskel, Fettgewebe

Schwarzer Hautkrebs

malignes Melanom (maligne = bösartig, Melanom = schwarzer Tumor)

Screening

(englisch = "Filter- / Reihenuntersuchung"): qualitätsgesicherte Früherkennungsuntersuchung; entspricht definierten Kriterien und läuft auf eine standardisierte Weise ab; bei den Teilnehmern wird gezielt und nach einer festgelegten Methode nach einer Erkrankung bzw. Risikofaktoren gesucht; Ziele: Ein Screening soll Vorstufen, Frühstadien, einen Risikofaktor oder mehrere Risikofaktoren einer Erkrankung feststellen. Die Krankheit muss ein erkennbares Frühstadium haben, in dem eine Behandlung wirksamer ist, als wenn die Erkrankung später entdeckt wird. So kann die Sterblichkeit gesenkt und die Lebensqualität verbessert werden. Zielgruppe: Personen, die sich gesund fühlen. Beispiele: Brustkrebs-Screening (Mammografie), Hautkrebs-Screening (visuelle, standardisierte Ganzkörperinspektion).

Sonnenbrand

Sonnenbrand (medizinisch UV-Erythem, Erythema solare, Dermatitis solaris) ist eine entzündliche Rötung der Haut durch kurzwellige Sonnenstrahlung oder künstliche UV-Strahlung. Akut führt ein Sonnenbrand zu Druckempfindlichkeit und Brandschäden (bis hin zur Blasenbildung), langfristig kann es auch zu Hautkrebs kommen. Durch die Erweiterung der Blutgefäße und den damit verbundenen verstärkten Blutfluss kommt es zur Rötung (Erythem) der Haut.

Spinozelluläres Karzinom

Synonyme: sog. "weißer Hautkrebs". Spinaliom, Plattenepithelkarzinom, Stachezellkrebs, Morbus Bowen, Bowen-Karzinom.

Subcutis

Unterhaut mit Fettgewebe; darüber liegen Leder- und Oberhaut

Therapie

Behandlung einer Krankheit

Transplantation

Übertragung von Zellen, Gewebe oder Organen auf ein anderes Individuum oder an eine andere Körperstelle.

Tumor

unkontrolliert wachsende Zellwucherung (Geschwulst), die am ganzen Körper auftreten kann: gutartig (benigne) oder bösartig (maligne)

UV-Strahlung

Abkürzung für ultraviolette Strahlung; neben dem sichtbaren Licht und der Infrarot-Strahlung ein kleiner Teil des Sonnenlichts. Man unterscheidet UVA-Strahlen (Wellenlänge 320-400 nm), UVB-Strahlen (280-320 nm) und UVC-Strahlen (unter 280 nm); UV-Strahlen fördern unter anderem die Alterung und Bräunung der Haut, lösen bei einer Überdosierung Sonnenbrand aus und erhöhen das Risiko für Hautkrebs. UV-Strahlung ist für das menschliche Auge nicht sichtbar.

Zytostatika

Medikamente, die das Wachstum von Tumorzellen hemmen, aber auch gesunde Zellen in gewissem Ausmaß schädigen können. Ziel ist dabei, die Zellteilung zu verhindern (siehe auch Chemotherapie).

News

Grundschüler lernen spielerisch und kreativ UV-Schutz

08.05.2017:

Ultraviolette Sonnenstrahlen mit UV-Perlen nachweisen, Experimentieren mit Licht und Schatten, den Aufbau der Haut puzzeln und vieles mehr: So anschaulich lernen derzeit die Schülerinnen und Schüler der Klasse 3b der Kölner Gemeinschaftsgrundschule Bachemer Straße alles zum Thema „Clever in Sonne und Schatten“

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